2018 - MémoireRenouveau

 

Herbstprojekt „Mémoire – Renouveau“

Im November jährt sich das Ende des Ersten Weltkriegs zum 100. Mal. Das Herbstprogramm des Collegium Vocale vereinte aus diesem Anlass Werke von Johannes Brahms, Peter Cornelius, Lili Boulanger und Max Reger. Sie alle führen uns den unausweichlichen Tod vor Augen, fragen aber auch danach, welche Antworten wir Menschen auf diese Unausweichlichkeit finden können.

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"Renouveau“ heisst ein Stück für Soli, Chor und Klavier, das die französische Komponistin Lili Boulanger im Alter von 18 Jahren schrieb, nur sechs Jahre vor ihrem eigenen Tod im März 1918. „Renouveau“ – „Frühling“, aber auch „Erneuerung“. Es war im Konzert zu hören. In ein Programm über den Tod passt es sehr gut hinein, glauben wir.

Dass wir den wunderbaren deutschen Bariton Klaus Mertens für Johannes Brahms’ „Vier ernste Gesänge“ und Max Regers „Requiem“ gewinnen konnten, freute uns ganz besonders.

(Bild: mit Genehmigung von K.Mertens)

Programm:

Max Reger: Der Mensch lebt und bestehet, Morgengesang aus op.138 für Chor a cappella
Peter Cornelius: Der Tod, das ist die kühle Nacht für 6st. Chor a cappella
Johannes Brahms: Vier ernste Gesänge für Bariton und Kammerorchester
Lili Boulanger: Renouveau, Pour les Funerailles d’un Soldat, Hymne au Soleil für Soli, Chor und Klavier
Max Reger: Requiem nach Hebbel, Fassung für Bariton, Chor und Kammerorchester

 

Konzertdaten:

17. November 2018  19.30 Uhr Johanneskirche Luzern
18. November 2018  17.00 Uhr Kirche St.Jakob Zürich

Kritik Luzerner Zeitung

2017 - Lucernefestival

Das Collegium Vocale war zu Gast am Lucerne Osterfestival

"... wie der Chor sich immer wieder von unisono in zwölf Stimmen auffächerte und alle Dissonanzen intonationssicher ausreizte, das beeindruckte."  Luzerner Zeitung

Schweizer Radio SRF 2 Kultur sendete einen Live-Mitschnitt am Karfreitag, 14. April 2017

Nicht jeder Liebhaber geistlicher Musik glaubt an Gott – aber wer glaubt nicht an Johann Sebastian Bach, den «fünften Evangelisten», wie Albert Schweitzer ihn nannte? Bach vollbringt mit seiner Kunst das Wunder, Menschen verschiedenster Konfessionen und Nationen, Fromme wie Renegaten, von der Existenz einer höheren Wahrheit zu überzeugen, von der Ewigkeit, die theoretisch nicht fassbar und empirisch nicht zu beweisen ist. Ulrike Grosch und das Collegium Vocale zu Franziskanern Luzern ermöglichen mit ihrem Oster-Programm ungeahnte metaphysische Erfahrungen, denn auch in Olivier Messiaens Cinq rechants, dem Schlussteil seiner Tristan-Trilogie, geht es um die Unendlichkeit, um Liebe und Tod – ganz ohne religiöse Textgrundlage übrigens. Francis Poulenc wiederum, in jungen Jahren ein Pariser Lebemann, fand 1938/39 mit seinen Quatre motets pour un temps de pénitence zurück zum Katholizismus. Ulrike Grosch verschränkt die vier Stücke mit Instrumentalsätzen von Bach – und stellt Poulenc damit in eine jahrhundertealte Traditionslinie.

Aufführungsdaten:

Sonntag, 2. April 2017,  17:00 Uhr,  Franziskanerkirche Luzern

Programm:

Johann Sebastian Bach (1685–1750)

Komm, Jesu, komm BWV 229

Singet dem Herrn ein neues Lied BWV 225

Instrumentalsätze aus verschiedenen Kantaten

Francis Poulenc (1899–1963)

Quatre motets pour un temps de pénitence

(«Vier Motetten für eine Zeit der Busse»)

Olivier Messiaen (1908–1992)

Cinq rechants pour douze voix mixtes a cappella

 

Mitwirkende:

Collegium Vocale zu Franziskanern Luzern

Capricornus Consort Basel

 

Leitung:

Ulrike Grosch  Dirigentin

 
Konzertkritik Luzerner Zeitung

 

Konzertreise nach Deutschland

Im Anschluss an den Auftritt am Lucerne-Festival folgte das Collegium Einladungen nach Süddeutschland, wo Teile des aktuellen und des letztjährigen Konzertprogrammes (Bendita Sabedoria) im Rahmen von Kirchenmusik-Zyklen zur Aufführung kamen.

Freitag, 21. April 2017, 19:00 Uhr, Stiftskirche Stuttgart (D)

Samstag, 22. April 2017, 20.00 Uhr, Stiftskirche Tübingen (D)

->Konzertkritik "Schwäbisches Tagblatt"

 

Erste Luzerner Chornacht

Auf Initiative unserer künstlerischen Leiterin U.Grosch hin lancierte das Collegium Vocale zu Franziskanern zusammen mit 11 weiteren Luzerner Konzertchören die Erste Luzerner Chornacht.

 "Eine Musikstadt im Ausnahmezustand...." Luzerner Zeitung, 28.09.2017

  Bericht: Ein Bad im Klang und in der Menge. 

 

An der Ersten Luzerner Chornacht präsentierten sich zwölf Konzertchöre an einem Abend mit Ausschnitten aus ihren aktuellen Programmen. Zwischen 17.00 und 23.15 Uhr konnten die Besucher Kurzkonzerte aller beteiligten Chöre in vier verschiedenen Kirchen der Stadt und im Luzerner Theater lauschen. Das Collegium Vocale und molto cantabile präsentierten sich gemeinsam mit dem untenstehenden Programm in der Franziskanerkirche. Mit einem gemeinsam gesungenen Werk in der Hofkirche wurde die Erste Luzerner Chornacht beschlossen.

 

Das Collegium Vocale und molto cantabile präsentierten sich gemeinsam mit ihrem jeweiligen Programm um 18:30 in der Franziskanerkirche.

 

Programm:

Collegium Vocale zu Franziskanern

Weltliche Gesänge Op.42 - Johannes Brahms 1833 - 1897

Abendständchen
Vienna
Darthulas Grabesgesang

Nonsense Nr.1 bis 4 - Goffredo Petrassi 1904 - 2003

 

Molto Cantabile

Reincarnations - Samuel Barber 1910 - 1981

Mary Hynes
Anthony O'Daly
The Coolin

Trois Chansons - Maurice Ravel 1875 - 1937

Nicolette
Trois beaux oiseaux du Paradis
Ronde

 

gemeinsam gesungen

Die zwei blauen Augen - Gustav Mahler 1860 - 1911

aus: "Lieder eines fahrenden Gesellen" für vier vierstimmige Chöre
bearbeitet von Clytus Gottwald (2001)

 

Das ganze Programm der Ersten Luzerner Chornacht finden Sie auf der eigens dafür eingerichteten Homepage:

-> luzerner-chornacht.ch

-> Download eFlyer

2016 - Bendita Sabedoria

                

Bendita Sabedoria

        wirklich - fantastisch

"Bendita Sabedoria - Gesegnete Weisheit" lässt die kaum bekannte Chormusik dreier Komponisten des 20.Jahrhunderts, des Brasilianers Hector Villa-Lobos, des Italieners Geoffredo Petrassi und des Franzosen Jean-Yves Daniel-Lesure aufeinandertreffen. Es begegnen sich Weisheit und Unsinn in Villa Lobos' spätem Zyklus Bendita Sabedoria und den Nonsense-Madrigalen von Petrassi, Barock und Brasilien in den Bachianas Brasilieras, die auf faszinierende Weise Bachsche Kontrapunktik mit brasilianischer Rhythmik verschmelzen lassen. Doch über allem thronte "Le Cantique des Cantiques" von Daniel-Lesur, einer der drei herausragenden 12-stimmigen "Liebeszyklen", die im Zuge einer kurzen, aber heftigen Chorrenaissance im Paris der 1940er und 50er Jahre entstanden.

Für das Collegium Vocale war es gleichermassen Freude und Herausforderung, seine Qualitäten unter Beweis zu stellen.

 

Die Konzerte fanden statt am

Samstag, 12. November 2016, 19:30 Uhr, Franziskanerkirche Luzern

Sonntag, 13. November 2016, 17:00 Uhr, Kollegiumskirche St.Martin Sarnen

 

-> Kritik Luzerner Zeitung