2013 Sacred & Profane CD-Rezension

Englische Klänge aus der Schweiz. Chormusik von Benjamin Britten & Co.

(Beitrag von Radio Ö1 bis zwei)

Von Gustav Danzinger

Benjamin Britten wäre heuer 100 Jahre alt geworden, und erfreulicherweise scheint man sich auch am europäischen Festland des Stellenwertes dieses Komponisten zu besinnen. Ein ausgezeichneter Chor aus Luzern hat sich weltliche wie sakrale Chormusik von Britten und einigen Zeitgenossen wie Elgar oder Vaughan Williams aufs Programm gesetzt und eine eindrucksvolle CD produziert. Schön und sauber gesungen und aufgenommen, frisch und in großer Vielfalt. Der Titel der CD - "Sacred and profane" - erinnert sofort an Debussy und seine "Deux danses", die für die neukonstruierte chromatische Harfe der Firma Pleyel entstanden.

Chormusik von Byrd bis Britten (Beitrag von Radio BR Klassik)

Alles Positive, was sich über Schweizer Präzisionsarbeit und Qualität sagen lässt, vereint dieser junge Chor auf überzeugende Weise.

Von: Matthias Keller

Schon die dargebotene Palette an Komponisten von der Renaissance bis in die Moderne zeugt von stilistischer Wendigkeit. Und wer einmal den kühnen Sprung von Byrds "Ave verum" zu Benjamin Brittens letztem Chorwerk "Sacred and Profane" hörend mitvollzogen hat, der kann nur staunen über die dargebotene Stilsicherheit, den homogenen Chorklang und die Intonationssicherheit dieses 30-köpfigen Ensembles. Als ehemalige Schülerin von Uwe Gronostay hat Ulrike Grosch auch einschlägige Erfahrungen bei Ton Koopman und dessen groß angelegtem Bach-Kantatenprojekt gesammtelt. Erfahrungen, die ihr nun bei dem von ihr gegründeten Ensemble sehr zugute kommen - einem Ensemble, das sich zusammensetzt aus Studierenden und Absolventen der Schweizer Musikhochschulen. Ein erfrischend junger Klang allemal.