Das Ensemble

Das Collegium Vocale wurde 2005 von Ulrike Grosch gegründet. Hervorgegangen aus einem Interpretationsworkshop von Ton Koopman, besteht der Chor überwiegend aus Studierenden oder AbsolventInnen der Schweizer Musikhochschulen. Das Ensemble ist in der exzellent für Chormusik geeigneten Franziskanerkirche Luzern verankert, konzertiert aber regelmässig in Basel und weiteren Orten.
Den Kern der musikalischen Arbeit bilden Programme aus der Literatur für Chor a cappella. Dabei folgen die Programmkonzeptionen jeweils einer stringenten Idee, die Kontraste und inhaltliche wie stilistische Beziehungen zwischen den Werken aufgreift.
So stehen wohlbekannte Klassiker der anspruchsvollen Chorliteratur – von Monteverdi und Schütz über Bach und Brahms bis hin zu Schönberg, Schnittke, Messiaen und Britten – neben weniger häufig aufgeführten Werken.
Die Neugier und Begeisterung, auf Unbekanntes zuzugehen, gepaart mit hoher sängerischer Kompetenz und einer besonderen Leidenschaft für die Arbeit an Sprache und Chorklang vereint das Collegium Vocale zu Franziskanern mit seiner künstlerischen Leiterin.
Zu den Höhepunkten der bisherigen Chorarbeit zählen das Programm «L’amour et la mort» (Olivier Messiaen, Claude Le Jeune), das von Schweizer Radio DRS II aufgezeichnet und gesendet wurde, daneben das gemeinsam mit dem Luzerner Ensemble molto cantabile im Kultur- und Kongresszentrum Luzern aufgeführte Programm «Zwischenwelten» (Gustav Mahler, Alfred Schnittke, Richard Strauss), die Teilnahme an der Internationalen Chorbiennale in Aachen 2011 (englische Chormusik des 20. Jahrhunderts), in deren Folge die CD-Einspielung «Sacred and Profane» entstand sowie das im KKL Luzern zusammen mit dem Ensemble Corund, den Luzerner Sängerknaben, dem Luzerner Mädchenchor und Molto Cantabile im Rahmen des Britten Chor Festival Luzern 2013 aufgeführte Programm «A boy was born».
Weitere Meilensteine stellten Mozarts «Requiem» im KKL Luzern, ein vielbeachtetes a cappella Konzert an Benjamin Brittens 100. Geburtstag (2013) sowie Konzerteinladungen an das Internationale Kirchenmusikfestival in Oslo und an die Internationalen Chortage nach Berlin (2014) dar.
Mit einem Gastauftritt am Lucerne Festival (Ostern 2017) hat das Collegium Vocale sein Profil als herausragendes Chorensemble geschärft.»